Die Vernehmlassung der Entwürfe für das Projekt Governance dauerte vom 31. März bis zum 30. Juni 2023. Die offizielle Antwort der LKB wurde aufgrund einer breiten Umfrage an den Schulen erstellt. Wir haben versucht, alle Rückmeldungen und Kommentare in der einen oder anderen Weise abzubilden. Allen, die sich mit der komplexen Sachlage auseinandergesetzt und uns darin unterstützt haben, die vielfältige Berufsschullandschaft in unserer Antwort gebührend abzubilden, sei nochmals ganz herzlich gedankt! Die Rückmeldungen wurden im MBA sorgfältig gesichtet und flossen in einen neuen Vorschlag ein. Als Auftraggeber der Vernehmlassung muss nun zuerst der Regierungsrat über die Rückmeldungen und die Anpassungen informiert werden, bevor die neue Variante dem Kantonsrat vorgelegt wird. Diese Prozesse können dauern und es ist wieder einmal Geduld angesagt. Es bleibt die Hoffnung, dass unsere Rückmeldungen in den neuen Entwurf aufgenommen wurden.

Das Projekt Governance will die Attraktivität der Anstellungsbedingungen für Schulleitungen im System der Sekundarstufe II steigern und zusätzlich Prozesse, Abläufe und Rollen in diesem System klären. 

Ausgelöst wurde der Auftrag zu diesem Projekt von mehreren Seiten, insbesondere aber durch zwei politische Vorstösse (Postulat 46/2015 (Postulat Wettstein) und Motion 297/2018 (Motion Gujer)). Die Wiederaufnahme der Revision des EG BBG ist ein weiterer Grund für dieses Projekt. Die LKB ist offizielle Vernehmlassungspartnerin. LINK  zur offiziellen Seite des Kantons.

Der Vorstand hat sich für folgendes Vorgehen entschieden: Anhand einer Forms-Umfrage, die den Fragebogen der Vernehmlassung exakt wiedergibt, gaben wir den Konventspräsidien ein Instrument für die Einholung der Meinung der Lehrerschaft an den Schulen in die Hand. Diesen Fragebogen ergänzten wir zur Orientierung und Unterstützung mit Kommentaren und Empfehlungen. Einen weiteren identischen Fragebogen verwendeten wir, um die Meinungen der Delegierten der Schulen im Kanton abzuholen. Es war uns wichtig, dass an den Schulen eine Diskussion in Gang kommt.  
Diese quantitativ durch uns erhobenen Antworten der Delegierten haben wir an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung am 9. Juni noch miteinander diskutiert. Ergänzen hat uns Michael Füglistaler Fragen beantwortet, die bei der Auseinandersetzung mit dem Thema aufgekommen sind. Der gewählte Prozess war zwar aufwändig, aber für uns als demokratisches Mittel wichtig. Denn laut der Versicherung des Projektleiters wird der Stimme der LKB ein gebührendes Gewicht beigemessen. Im internen Bereich haben wir zudem für die Delegierten und die Konventspräsidien wichtige Informationen zum Projekt aufgeschaltet. Für Fragen kann man sich gerne an den Vorstand richten. 
 
Weitere Informationen für Delegierte und Konventspräsidien im internen Bereich > LINK

Informationen zur Vorgeschichte:

Im Oktober 2018 fand ein erster "Round Table" mit Vertretungen aus dem Schulfeld statt. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die zukünftige Regelung daran zu messen ist, ob sie im Ernstfall, nämlich dann, wenn Meinungsverschiedenheiten, Streitigkeiten oder sonstige Probleme auftreten, eindeutige Antworten liefert. Am Round Table wurden die Handlungsfelder des Projekts definiert.

Basierend auf diesen Handlungsfeldern erarbeitete die Projektgruppe gemeinsam mit dem Fachausschuss Lösungsvorschläge. Im Zentrum stand dabei einerseits die Klärung und Aktualisierung der Rollen der Schulleitungen (SL), der Schulkommissionen (SK), der Konvente und der Bildungsdirektion (BI) inklusive Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA). Andererseits sollen die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hinreichend abgegrenzt und klar definiert werden.

Zwischen November und Dezember 2019 legte die Projektgruppe die erarbeiteten Lösungsvorschläge den betroffenen Gremien vor. In den Personalverbänden, den Vorständen der Präsidialkonferenz Zürcher Berufsfachschulen (PZB), der Konferenz der Schulkommissionspräsidentinnenund -präsidenten Mittelschulen (PSK MS), der Lehrpersonenkonferenz Berufsfachschulen (LKB), der Konferenz der Rektorinnen und Rektoren der Berufsfachschulen (KRB) und der Schulleiterkonferenz Mittelschulen (SLK) sowie anschliessend in den jeweiligen Gesamtgremien wurden sie diskutiert. Ein Termin mit dem Vorstand der Lehrpersonenkonferenz der Mittelschulen (LKM) kam nicht zustande. Der Austausch mit den Gremien war intensiv, lösungsorientiert, aber auch kontrovers. Der Handlungsbedarf war insgesamt unumstritten, wurde aber als unterschiedlich gross eingeschätzt. Die Diskussionen mit allen am Projekt Beteiligten zeigten, dass es schwer fällt, die Begriffe Führung und Aufsicht klar voneinander abzugrenzen. Es muss eine Lösung gefunden werden, welche die grosse Gestaltungsfreiheit der Schulen – generell und insbesondere bei pädagogischen Fragen – weiterhin gewährleistet und dem Subsidiaritätsprinzip Rechnung trägt. Kontrovers diskutiert wurden insbesondere die Rolle der Schulkommissionen sowie der Einbezug des Kollegiums in die Anstellung und Beurteilung bei der Wiederwahl von Schulleitungsmitgliedern. Hier wird nach einer datenschutzkonformen Lösung gesucht, die den Konvent weiterhin in den Prozess einbindet.        (Text stützt sich auf eine Information des Amtschefs und die Webseite der LKM und wurde teilweise adaptiert, ds)

An der Delegiertenversammlung im Frühling 2020 haben wir uns in einem "World-Café" light (Coronabedingt konnte nur eine Vertretung pro Schule an der Sitzung teilnehmen.) einige Stossrichtungen für die Weiterführung der Diskussion über die strittigsten Punkte festgelegt. 

 

 

Intro Animation Züri Wappen