Donnerstag, 13. September 2001

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Kanton

Lehrer unzufrieden

Die Berufsverbände der Zürcher Lehrkräfte sind mit dem Vorschlag des Regierungsrats zur Entlastung der Lehrpersonen nicht zufrieden. Die Massnahmen würden zwar in die richtige Richtung gehen, reichten aber nicht aus.

Von den vier Forderungen der Lehrerschaft sei nur eine erfüllt worden, schreiben die Vereinigten Lehrerinnen- und Lehrerverbände in einem Communiqué. Ohne eine klare Verbesserung der Arbeitsbedingungen würden Werbekampagnen für Lehrkräfte wirkungslos verpuffen.

Der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband (ZLV) schrieb in einer separaten Mitteilung von einer «Halbherzigkeit» der Regierung. Sie habe den Ernst der Lage nicht erkannt. Der Lehrermangel werde sich weiter verschärfen und die Attraktivität des Berufs weiter sinken. Der ZLV verlangt darum die Reduktion der Stundenzahl um kurzfristig eine, längerfristig zwei Wochenstunden.

Der VPOD hält an seiner Forderung einer linearen Kürzung der Lektionenzahl um 10 Prozent fest. Die vorgeschlagenen Entlastungsmassnahmen genügten nicht, um Reformen und innovative Projekte zu unterstützen. Der Mittelschullehrerverband taxiert die Massnahmen als «äusserst mickrig».

Uneinigkeit herrscht bezüglich der ebenfalls vorgeschlagenen Anhebung der Pflichtstundenzahl der Haus- und Handarbeitslehrkräfte mit einer gleichzeitigen Lohnerhöhung. Der ZLV begrüsst die Gleichstellung. Nach Meinung des VPOD aber resultiert für diese Lehrpersonen unter dem Strich eine Lohnkürzung.

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