VLV

Vereinigte Lehrerinnen- und Lehrerverbände des Kantons Zürich

Enttäuschte Erwartungen in der Lehrerschaft

Grossanlegte Werbekampagnen zur Gewinnung neuer Lehrpersonen verpuffen wirkungslos, wenn die Arbeitsbedingungen nicht verbessert werden. - Davon ist im heute vorgelegten Massnahmenpaket wenig zu spüren. Von den vier zentralen Forderungen der Vereinigten Lehrerverbände des Kantons Zürich (VLV): Reduktion der Unterrichtsverpflichtung um 10%, Reduktion der Klassengrössen; Entlastung von Personen mit Schulentwicklungsaufgaben und Weiterbildungsangebote zu akzeptablen Bedingungen ist in der Vorlage gerade mal eine verwirklicht worden. Die Lehrpersonen mit Zusatzaufgaben wie Leitungsfunktionen und Schulentwicklungstätigkeiten können sich freuen: Sie werden im Umfang von zwei Jahreslektionen, berechnet auf drei Klassen, entlastet!

Im Zentrum steht die Forderung nach einer Pensenreduktion. Nach den Ergebnissen der Arbeitszeitstudie des Kantons Zürich ist diese dringend erforderlich. Die VLV werden die Öffentlichkeit mit geeigneten Mitteln auf die ihre Anliegen aufmerksam machen, nur gute Arbeitsbedingungen ermöglichen eine gute Schule. Das Massnahmenpaket muss substantiell verbessert werden, nur so bleibt die Qualität der Schule erhalten!

Nahezu inakzeptabel ist, dass zumindest einmalig, die durch die Massnahmen entstehenden Kosten zu Lasten des Stufenanstieges gehen. Das heisst, dass die Lehrpersonen nach jahrelangem Aussetzen des Anstieges die Entlastung selber finanzieren müssen.

Ein weiterer personalfeindlicher Entscheid der Regierung betrifft die Altersentlastung der Berufs- und Mittelschullehrer , die wird im Vergleich zu früher um einen Drittel gekürzt! Auch dies kein Beitrag zur Arbeitssituation!

Angesichts des in den nächsten Jahren noch steigenden Mangels an Lehrkräften ist ein verantwortungsvolles Handeln der Regierung gefordert!

Weitere Auskünfte:

Ueli Zulauf, ZLV, Tel 317 20 51

Urs Loppacher, VPOD, Tel 295 30 00