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Bildungsbirektion des Kantons Zürich

Mittelschul- und Berufsbildungsamt

Amtsleitung

 

27. Juni 2001

 

Frau

Dr. Margrith Gysel

Präsidentin LKB

Uetlibergstrasse 8

8142 Uetikon-Waldegg

 

Zwygart-Bericht

Sehr geehrte Frau Dr. Gysel

Ich danke Ihnen für den Brief vom 12. Juni 2001, in welchem die LKB gegen das Projekt der Verselbständigung der Weiterbildung und gegen die Herauslösung aus der KV Zürich Business School Stellung bezieht.

Am 23. Juni 2000 habe die Delegiertenversammlung brieflich gegen die Bildung einer privaten Controller Academy AG protestiert. Da auf diesen Brief aber bis heute keine Antwort eingegangen sei, sei die LKB nun gezwungen, die Sache direkt an die Öffentlichkeit zu bringen.

 

Wir beziehen wie folgt Stellung:

1. Das Schreiben der LKB haben wir der Bildungsdirektion zur Kenntnis gebracht.

2. Der KVZ bearbeitet in der Tat ein Projekt mit dem Ziel, die Grundausbildung und die Weiterbildung, welche heute an der KV Zürich Business School gemeinsam angeboten werden, voneinander zu entflechten. Der KVZ möchte die Weiterbildung verselbständigen.

3. Das Projekt ist sehr komplex. Es wirft viele interessante, aber auch sehr heikle und schwierige Fragen auf. So müssen auch die von Ihnen gestellten Fragen im Projekt behandelt und ausgeleuchtet werden. Eine Kopie Ihres Briefes haben wir deshalb dem vom KVZ beauftragten Projektleiter, Herrn Zwygart, gegeben.

4. Die KV Zürich Business School hat bekanntlich eine private Trägerschaft. Das Rechtsverhältnis zwischen dieser Trägerschaft und dem Kanton Zürich regelt sich zur Hauptsache nach dem Trägerschaftsgesetz. Dieses Gesetz schliesst, wie uns scheint, an sich eine Entflechtung der beiden Teile der Schule - die Grundausbildung und die Weiterbildung - nicht aus. Es würde aber u.a. eine glasklare Kostentransparenz mit einer sauberen Kosten- und Leistungsrechnung erfordern.

Die Schule selbst ist zu einer Mammutgrösse herangewachsen, was mit vielen Nachtei-

len verbunden ist. Durch das letzte grosse Reformprojekt des KVZ konnten diese leider

nicht behoben werden.

Wir sind deshalb überzeugt, dass es sich lohnt, nach einer besseren Lösung für die KV

Zürich Business School zu suchen.

Wir sind gerne bereit, mit einer Delegation des Vorstandes der LKB Ihre Fragen aus der

Sicht des MBA zu besprechen.

5. Abschliessend möchten wir richtig stellen, dass das Schreiben der LKB vom 23. Juni 2000 einerseits zwischen dem Amtschef und der Präsidentin der LKB und anderseits auch anlässlich des Semestergespräches besprochen wurde. Dabei wurde die Präsidentin darauf hingewiesen, dass der Bildungsdirektor eine positive Haltung gegenüber der privaten Controller Academy AG einnimmt und auch seine Mitarbeit im Beirat der Controller Academy zugesichert hat. Bei dieser Ausgangslage erübrigte sich eine zusätzliche schriftliche Beantwortuna des Schreibens der LKB. Die Präsidentin hat es offenbar leider unterlassen, den Vorstand der LKB hierüber zu informieren, was wir sehr bedauern.

6. Wie uns scheint, nimmt der Vorstand der LKB aber auch sonst die Anliegen des MBA nicht sonderlich ernst. Mit einer Delegation des LKB-Vorstandes wurde im Februar 2001 Budget-Fragen besprochen. Die Vertreter der LKB wurden gebeten, für 2001 und 2002 dem MBA bis Ende März 2001 das LKB-Budget vorzulegen. Ohne Erfolg! Am 16. März 2001 wurde die LKB erneut aufgefordert, das LKB-Budget ohne Verzug vorzulegen. Bis heute ist leider nichts geschehen, was uns sehr nachdenklich stimmt.

Im Hinblick auf die nächste Vollversammlung teilen wir Ihnen mit, dass 1.) der Pausenkaffee auf Rechnung des MBA geht und 2.) der Apero auch auf Rechnung Amt geht, sofern die LKB das verlangte Budget im besprochenen Rahmen bis Ende Juli 2001 endlich dem MBA einreicht. Andernfalls verdient die LKB keinen Apero.

 

Freundliche Grüsse

 

M. Escher

Amtschef

 

cc: Bildungsdirektion