Protokoll der 2. Delegiertenversammlung 1998

 

Ort Aufenthaltsraum, Schulhaus Lagerstrasse 55, 8004 Zürich

Datum, Zeit Donnerstag, 10. September 1998, 13.30 - 17.15 Uhr

Anwesend 34 Delegierte, Konventspräsidentinnen und -präsidenten

Entschuldigt 11 Delegierte, Konventspräsidentinnen und -präsidenten

Unentschuldigt 20 Delegierte, Konventspräsidentinnen und -präsidenten

Vorsitz Frau Dr. M. Gysel, Präsidentin

 

Traktanden

  1. Begrüssung durch Dr. S. Favini, Rektor der Berufsschule für Weiterbildung
  2. Protokoll der DV vom 10. März 1998
  3. Mitteilungen
    1. des Vorstandes
    2. der Delegierten
  4. Strukturen der LKB (vgl. Beilage)
  5. Pause (eine kleine Verpflegung wird offeriert)
  6. WIF-Projekt Berufsschulreorganisation
  7. Orientierung über den momentanen Stand

    mit anschliessender Diskussion

    Referenten: Herr W. Annighöfer, Leiter Stabstelle

    Herr E. Leumann, Amtchef-Stellvertreter

  8. Verschiedenes (Ort der nächsten DV)

 

  1. Begrüssung durch Dr. S. Favini, Rektor der Berufsschule für Weiterbildung
      1. Nach der Begrüssung und Eröffnung der Delegiertenversammlung durch die Präsidentin, heisst der Rektor der BWZ die Versammlungsteilnehmer herzlich willkommen. Er stellt die Schule mit ihren vier unterschiedlichen Abteilungen vor und erwähnt auch die Probleme mit der bevorstehenden Überführung zur Teilautonomie.
  2. Protokoll der DV vom 10. März 1998
      1. Die Traktandenliste wird genehmigt.
      2. Das Protokoll der DV vom 10. 3. 98 wird ohne Einwand genehmigt und dem Aktuar verdankt.

     

  3. Mitteilungen
    1. des Vorstandes
      1. Die Mittel- und Berufsschulen sind nun neu in einem Amt zusammengefasst.
      2. Trotz Lobbying wurde leider nicht erreicht, dass der einst der Lehrerschaft zugestandene Sitz im neuen Bildungsrat verteidigt werden konnte. Die LKB würde allenfalls mit andern Berufsverbänden eine Abstimmungskampagne unterstützen.
      3. Bei der Schaffung der neuen Verordnung der Lehrerschaft zum Personalgesetz befasst sich die LKB unter anderem momentan mit Fragen der befristeten und unbefristeten Arbeitsverträgen, sowie der minimalen Lektionenzahl von Pensen unbefristeter Arbeitsverträge.
      4. Zum lohnwirksamen Qualifikationssystem besteht der formulierte Kriterienkatalog. Bemühungen des Amtes, ungelöste Probleme wie z. B. die Schulleiterbeurteilung zu beheben, sind momentan nicht bekannt.
      5. Mit dem Amt wurde festgelegt, dass nur Personen mit 25jährigem Dienstjubiläum an der VV anlässlich eines speziellen Apéros geehrt werden.
      6. Die LKB sucht Nachfolger für die zurücktretenden Vorstandsmitglieder René Wyttenbach und Walter Ammann.
      7. Mutationen der Delegierten sind dem Aktuar bitte sofort zu melden, damit neu vorgeschlagene Delegierte von der Vollversammlung am 19. November gewählt werden können.
      8. Hans Huonker informiert über den Aufbau und die Möglichkeiten der LKB-Homepage.
    2. der Delegierten
      1. Werner Wyss möchte in der neuen Verordnung eine echte Gleichstellung verwirklicht sehen. Insbesondere sind Personen mit gebrochenen Biographien (v. a. Frauen) im Vergleich mit andern Kantonen benachteiligt.
      2. Alfred Buri ist der Meinung, dass ein Anstreben einer Gleichstellung nur eine Nivellierung nach unten bedeuten kann und einen Konflikt zwischen Berufsschul- und MittelschullehrerInnen heraufbeschwört.
      3. Ueli Mägli hält Erziehungsgutschriften bei der Lohneinstufung und befristete Arbeitsverträge nur noch für Lehrpersonal in Ausbildung für unabdingbar.
      4. Willy Nabholz hält fest, dass momentan sämtliche Lehrpersonen mit einer Anstellung von weniger als 50% befristete Arbeitsverträge haben. Das Problem der "Puffermasse" ist bekannt.

     

  4. Strukturen der LKB (vgl. Beilage)
      1. Der LKB-Vorstand hat an einer gemeinsamen Sitzung über Zukunftsvisionen mit der Synode teilgenommen.
      2. Willy Nabholz führt die Stellungnahme zum Papier "Eckpfeiler Strukturreform LKB": Zu Punkt 1 gibt es keine Wortmeldungen. Eine LehrerInnenkonferenz der Sekundarstufe II (Mittel- und Berufsschule) wäre unter Punkt 2 anzustreben. Unter Punkt 3 sollte die Rekrutierung der Delegierten aus dem Konventsvorstand (PräsidentIn od. Mitglied) und damit eine Verknüpfung der schulinternen mit den kantonalen Strukturen angestrebt werden.
      3. Stimmrecht für alle Lehrkräfte, Stärkung der DV und der Delegierten in den Schulen, Gleichberechtigung der Schulen und ein partnerschaftliches Verhältnis zur Schulleiterkonferenz sind weitere Punkte, die realisiert werden sollten.
      4. Diverse Votanden halten fest, dass vieles schon realisiert ist, dass die LKB nach neuem Konzept die Schulleiter nicht mehr vertreten würde, dass die LKB mit einer Stimme aller Unterrichtenden auftreten sollte, dass die Abschaffung der LKB unbedingt verhindert werden muss und die Zusammenarbeit mit den Mittelschulen gefördert werden soll.
  5. Pause
      1. Die von der Schule offerierte Verpflegung mit Getränken wird von den Delegierten geschätzt und herzlich verdankt.
  6. WIF-Projekt Berufsschulreorganisation
      1. Die Präsidentin orientiert über die Umfrage der forum-Redaktion und begrüsst dann die Referenten W. Annighöfer und E. Leumann.
      2. Nach einer Übersicht über den Inhalt der Informationsblockes von W. Annighöfer , stellt E. Leumann die neuen Strukturen und die Organisation der Bildungsdirektion und des MBA vor.
      3. W. Annighöfer eräutert das Controllingkonzept des Regierungsrates und zeigt auf, wie mit dem zentralen Instrument des Entwicklungs- und Finanzierungsplanes das Globalbudget für die einzelnen Schulen, bzw. Abteilungen zustande kommt. Dabei ist erkennbar, dass noch einiges ungelöst ist und dass teilweise ökonomische Vernunft im Widerspruch zu den von oben verordneten Vorschriften stehen. Der KR und RR hat den Leistungsauftrag vom Globalbudget abgekoppelt, d. h. es gibt nur noch ein Globalbudet ohne Leistungsauftrag.
      4. E. Leumann stellt die Evaluation verschiedener Szenarien von neuen Schulkreiseinteilungen mit Referenzschulen vor. Keine Schule wird geschlossen, die Verschiebung von Lehrkräften wird allerdings nicht zu vermeiden sein. Eine langfristige Planung wird durch schnelle wirtschaftliche Veränderungen fast unmöglich. Welche Aufgaben, Pflichten und Rechte die Referenzschulen haben, ist noch nicht klar. Ob allenfalls die schubladisierten Resultate der BS-Reorgansationskommission, bei der die Lehrerschaft aktiv mitgearbeitet hat, Eingang finden, ist noch offen.
      5. Die Präsidentin bedankt sich und verabschiedet die Referenten.
  7. Verschiedenes (Ort der nächsten DV)
      1. Für die nächste DV (Anfang März 99) stellt sich spontan leider keine Schule zur Verfügung. Der Aktuar nimmt gerne Angebote entgegen.
      2. Die Präsidentin weist nochmals auf das attraktive Programm der Vollversammlung am 19. November in Bülach hin und hofft auf eine grosse Teilnehmerzahl.

 

Schluss der Versammlung: 17.20 Uhr

 

Neftenbach, 22. Oktober 1998

Der Protokollführer

M. Roser